Tipps für einen erfolgreichen Schulstart

back to school: leichter lernen, Ordnung halten und Hausaufgaben zur Routinesache machen

Die großen Ferien sind in den meisten Bundesländern mittlerweile vorüber, ab Mitte September drücken dann auch die letzten Kinder wieder die Schulbank. Es ist also Zeit, sich nun auf den Alltag mit frühem Aufstehen, Hausaufgaben und Lernen umzustellen. Damit der Schulstart gelingt, haben wir ein paar Tipps aus unseren fit4future-Modulen zusammengestellt. Denn: Wer von Anfang an eine gute Basis schafft, kann clever durchstarten und hat ganz sicher eine entspanntere Schulzeit. Zur Beruhigung: Die Tipps funktionieren auch noch prächtig, wenn die ersten ein, zwei Schulwochen bereits vorüber sind. Es ist nie zu spät :-)

Schreibtisch: Lernplatz mit Ordnung

Wer den Tisch vor lauter Blättern, Stiften und Spielzeug nicht mehr sieht, benötigt dringend eine klare Struktur. Denn Hausaufgaben brauchen ihren eigenen Platz. Playmobil-Pferde, Lego-Steine, Handy und Co. haben hier grundsätzlich nichts zu suchen. Alles andere wie Stifte, Blätter und Arbeitsmaterialien sollten zwar griffbereit, aber am besten im Regal daneben untergebracht werden oder in Boxen, Körben und Utensilos verstaut sein. Der Schreibtisch selbst sollte am nach Möglichkeit höhenverstellbar sein, die Sitzposition auf einem ergonomisch gebauten Stuhl mit in 90 Grad angewinkelten Knien ist optimal. Moderne Stühle setzen übrigens auf Bewegung, etwa mit einer nachgebenden Sitzfläche oder flexiblen Rückenlehne. Warum das wichtig ist? Gerade beim Lernen brauchen Kinder Bewegung, da so Gehirn und Muskeln besser durchblutet werden. Alternativ hilft es, zwischendurch aufzustehen, zu hüpfen und auf der Stelle zu laufen. Und noch eine Anregung zum Standort: Idealerweise steht der Tisch an einem hellen Platz im Zimmer, an dem sich das Kind wohlfühlt, das Tageslicht kommt bei Rechtshändern von links und umgekehrt. Ein Blick ins Grüne ist natürlich hübsch, lenkt aber ab.

Schulranzen: Richtig und rechtzeitig packen

Um Stress zu vermeiden, sollten Kinder ihren Ranzen bereits am Vorabend packen. Das lässt sich prima als Ritual einführen. Unser Tipp: Parallel auch noch die Klamotten für den kommenden Tag bereit legen und schon können sich die Kids am Morgen auf ihr Frühstück konzentrieren, anstatt in Hetze zu verfallen, weil sie ein Heft nicht finden oder das Lieblingsoberteil in der Wäsche ist. In den Ranzen gehört nur das, was am nächsten Tag wirklich gebraucht wird. Experten der DAK-Gesundheit räumen mit der 10%-Regel auf: "Für manche Kinder sind zehn bis 15 Prozent des Körpergewichtes locker zu schaffen, andere haben Probleme, wenn der Schulranzen weniger wiegt. Die Grenze kann nicht pauschal festgelegt werden." Wie schwer ein Schulranzen konkret sein darf, sollten Eltern also individuell von der Muskelkraft und Koordinationsleistung ihres Kindes und der Länge des Weges abhängig machen. Immer wichtig ist jedoch, das Gewicht gleichmäßig zu verteilen. Die Grundregel hierbei: Schwere Sachen nach hinten an den Rücken, leichte Sachen nach vorn bzw. oben drauf. Mehr Tipps zum Thema Schulranzen auf der Website der DAK-Gesundheit.

Wochenplan: Alles im Blick

Voller Stundenplan, Fußballtraining, Malkurs oder Chor: So eine "Arbeitswoche" kann schon im Grundschulalter stressig werden. Damit die gesamte Familie den Überblick nicht verliert, bietet sich ein klassischer Stunden- und Wochenplaner in Papierform an. Diesen am besten in der Küche oder im Flur aufhängen, alle festen Daten eintragen und jeder weiß Bescheid, wer wann wo ist. Je größer die Familie desto wichtiger! Je nachdem, wie schnell die Kids in der ersten Klasse das Schreiben erlernen, können sie ihre Termine auch schon selbst aufschreiben. So lernen sie, selbst einen Überblick zu behalten, was ansteht und üben nebenbei auch noch die Handschrift. Unser Tipp: Ruhig auch einmal pro Woche einen festen "Übungstag" eintragen, an dem bestimmte Themen oder Fächer besonders intensiv unter die Lupe genommen werden, etwa wenn eine Arbeit angekündigt wurde oder Nachholbedarf in einem Fach besteht.

Hausaufgaben: Routinesache!

Auch wenn sie nicht beliebt sind: Hausaufgaben sind unvermeidbar, sie gehören einfach zum Schuldasein. Manche Kids machen ihre Hausaufgaben natürlich im Hort oder in der Nachmittagsbetreuung. So ganz ohne "Daheimarbeit" geht's dann meist jedoch nicht. Denn Hausaufgaben helfen dabei, das in der Schule Erlernte anzuwenden und zu vertiefen. Wichtigste Regel für die Eltern: Bitte die Kids selbst machen lassen, das Bild von Papa und die Schönschrift von Mama helfen nicht weiter. Die Eltern dürfen am Ende aber noch einmal drüberschauen, wenn das Kind dies wünscht. Wer die Hausaufgaben generell zur Routinesache macht und ihnen einen festen Platz im Tagesablauf einräumt, wie ein Ritual, nimmt dem Thema auch den Beigeschmack des notwendigen Übels. Bevor die Kids loslegen, Zimmer lüften, ein Glas Wasser trinken und noch mal auf die Toilette gehen. Dann alles bereitlegen und sich das erste ToDo vornehmen, am besten etwas, das die Kids leicht erledigen können. Ein Erfolgserlebnis zum Start sozusagen. Nicht vergessen: Grundschulkinder müssen oft Pausen machen - länger als 20 Minuten können sie sich meist nicht konzentrieren.

Selbständigkeit: Schrittweise loslassen

Erziehung erfordert von den Eltern ein ständiges "Sichanpassen" und Reagieren auf die individuelle Entwicklung der Kids. Dazu gehört auch, sie Schritt für Schritt in ein eigenes Leben zu entlassen. Es ist nicht Aufgabe der Eltern, die Hausaufgaben ihrer
Kinder zu machen, ihnen den Turnbeutel hinterherzufahren und alle Probleme für sie zu lösen. Allerdings sind die meisten Grundschüler, vor allem die Erstklässler, zunächst noch überfordert, wenn Eltern sich gar nicht um das Schulleben kümmern. Wichtig ist es, den Schülerinnen und Schülern schrittweise Aufgaben und Verantwortung zu übertragen und die Umsetzung zunächst immer wieder zu kontrollieren und zu unterstützen. Später wird nur noch erinnert oder gelegentlich nachgefragt und die Eigenständigkeit im gemeinsamen Gespräch bewertet und entsprechend gelobt.

Noch mehr Tipps zum kindgerechten Lernen und wie Eltern ihre Kinder gut unterstützen können, finden Sie auf unserer Eltern-Seite in der Rubrik "3. Brainfitness".

Alle Kids bekommen einige Ideen für Bewegungs- und Brainfitness-Übungen auf der fit4future-Kids-Seite.

Wir wünschen Ihnen und Ihren Kindern einen gelungenen und entspannten Schulstart und viel Spaß beim Umsetzen unserer Anregungen.

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