6. fit4future-Kongress: "Ohne Eltern geht es nicht!"

"3 Fragen an...: Mathias Voelchert", Referent des diesjährigen Kongresses, Gründer und Leiter von familylab.de

Der diesjährige 6. fit4future-Kongress im niederbayerischen Bad Griesbach widmet sich vom 8. bis 10. Oktober dem Themenschwerpunkt "(Eltern-) Kommunikation als Schlüssel für eine erfolgreiche Gesundheitsförderung". Mit dabei sind erneut hochkarätige Experten aus Wissenschaft und Praxis, unter anderen Mathias Voelchert, der eng mit dem dänischen Familientherapeuten Jesper Juul zusammenarbeitet und Begründer sowie Leiter der Familienwerkstatt "familylab.de" ist. Auch er ist der Meinung, dass es ohne Eltern nicht geht. Denn sie sind von Beginn an die wichtigsten Bezugspersonen für ihre Kinder und tragen die Verantwortung – nicht nur für ihr gesundes Aufwachsen. Eltern prägen den Tagesablauf der Familie und sind die maßgeblichen Orientierungspunkte für ihre Kinder.

Mathias Voelchert hat uns vorab drei Fragen beantwortet, die einen Vorgeschmack auf seinen Vortrag geben sollen, der am Mittwoch, 10.10.2018 um 9.30 Uhr stattfinden wird.

fit4future: Warum erreichen besorgte Eltern das Gegenteil?
Mathias Voelchert: Sorgen schwächen Kinder, sie erhalten die Botschaft „Insgeheim denke ich du schaffst es nicht, du kannst es nicht“. Zutrauen ist, was Kinder brauchen. Und freundliche Unterstützung, wenn es dran und drauf ist schief zu gehen, weil noch Lebenserfahrung fehlt. Und wenn es schief gegangen ist, brauchen Kinder Mitgefühl und keine Strafen. Das macht Kinder stark und reduziert die Gründe für Elternsorgen, weil Kinder immer mehr dazu kommen, die Verantwortung für ihr Leben zu übernehmen.

fit4future: Was sind aus Ihrer Sicht / Erfahrung die drei wichtigsten Kompetenzen, die Mütter und Väter haben sollten?
Mathias Voelchert: Liebevolle, elterliche Führung – Wahrung der eigenen Eltern-Integrität – Gleichwürdigkeit. Mehr dazu und wie Eltern das schaffen können, erfahren Sie in meinem Vortrag beim fit4future-Kongress in Bad Griesbach.

fit4future: Welchen Satz sollten Eltern sich gegenüber ihren Kindern verkneifen?
Mathias Voelchert: „Das habe ich dir doch gleich gesagt. Hättest du nur auf mich gehört.“ Natürlich steigen diese Sätze in allen Eltern immer wieder auf. Doch diese Sätze schwächen die Beziehung zum Kind, und oft das Kind selbst. Die elterliche Kunst ist es, Kinder durch klare, freundliche Rückmeldungen zu stärken. Das geht indem ein Eltern-Kind-Dialog z.B. mit der Aussage anfängt: Mir (Elternteil) geht es so und so, wenn ich das mit dir erlebe. Wie ist es für dich?

 

Der fit4future-Kongress wird von der Cleven-Stiftung und der planero GmbH initiiert, strategischer und inhaltlicher Partner ist die Plattform Ernährung und Bewegung peb, Kompetenzpartner die DAK-Gesundheit. Die dreitätige Tagung bildet eine Plattform für Experten und Praktiker aus den Bereichen Erziehung, Ernährung, Sport und Psychologie, um einen intensiven fachlichen Austausch und Vernetzung zu fördern. Das komplette Programm, Details zu Teilnahme und Anmeldung sowie Informationen zu allen Referenten finden Interessierte hier.

Teilen Sie diese Seite mit Freunden:



zurück zur Übersicht